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Andreas Arndt
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Zwei Sekunden aus Kraftwerks „Metall auf Metall“ haben fast drei Jahrzehnte deutsche und europäische Gerichte beschäftigt. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass Moses Pelhams konkrete Nutzung für den Zeitraum seit Juni 2021 unter die Pastiche-Schranke fallen kann. Das Urteil ist ein wichtiger Schritt für Sampling, Remix und moderne Musikkultur, aber kein Freifahrtschein zum Kopieren fremder Aufnahmen.
Musixmatch hat am 2. September 2026 Pro for Labels gestartet. Die Plattform soll Record Labels dabei helfen, Lyrics nicht nur zu verwalten, sondern als strategisches Werkzeug für Fan-Bindung und Einnahmen zu nutzen. Über 1.000 Labels arbeiten bereits mit dem Unternehmen.
Kanadas größte Musikrechte-Organisation SOCAN zieht gegen Suno vor Gericht. Als Beweismaterial dienen 150 öffentlich zugängliche KI-Outputs, die nach Darstellung der Organisation geschützte Kompositionen aus ihrem Repertoire weitgehend oder vollständig reproduzieren sollen. Die Klage führt damit über den bisherigen Streit um Trainingsdaten hinaus und trifft Suno an einem entscheidenden Punkt: der Doppelrolle als Generator und Plattform.
Aitana Lopez sieht aus wie eine erfolgreiche Influencerin, hat eine große Community und funktioniert auf Instagram wie viele andere digitale Persönlichkeiten auch. Der entscheidende Unterschied: Sie ist kein Mensch. Instagram reagiert nun mit einem neuen Transparenz-Label für KI-Profile, doch die eigentliche Frage geht tiefer. Was bedeutet es für echte Artists, wenn künstliche Identitäten auf denselben Plattformen um Aufmerksamkeit, Reichweite und Werbegeld konkurrieren?
100 Prozent Royalties, Distribution zu anderen Streamingdiensten, Fan-Powered Royalties, Spotlight, Analytics und ein eigenes Empfehlungssystem: SoundCloud will längst mehr sein als die Plattform für Demos, Remixe und erste Uploads. Gleichzeitig kursieren immer mehr Anleitungen dazu, wie Künstler ihre Profile für maximale Discovery optimieren sollen. WILD DEEP DIVE hat geprüft, was SoundCloud selbst tatsächlich bestätigt, welche Tipps von Distributoren stammen und wo aus belegbaren Funktionen plötzlich vermeintliche Algorithmusregeln werden.
Google hat mit Pics ein KI-Tool für Bildgenerierung und -bearbeitung direkt in Workspace gestartet. Für Musiker und Producer, die visuelle Assets brauchen, könnte das eine Alternative zu Canva sein – aber die offenen Fragen zur Bildqualität und zu Urheberrechtsfragen sind erheblich.
Songtexte, Konzepte, unveröffentlichte Ideen und interne Dokumente einer externen KI anzuvertrauen, ist bequem, aber nicht immer erwünscht. Lokale Sprachmodelle versprechen eine Alternative: Modelle, die direkt auf dem eigenen Mac oder PC laufen und auch ohne Internet arbeiten können. WILD LAB schaut darauf, was dafür wirklich nötig ist, welche Rolle RAM und Grafikspeicher spielen und warum lokal nicht automatisch besser bedeutet.
Ein Song von 2011 wird fünfzehn Jahre später zum weltweiten TikTok-Song des Sommers. Mehr als 42 Millionen Videos, über 55 Milliarden Aufrufe und eine neue Generation, die Katy Perrys „The One That Got Away“ teilweise zum ersten Mal entdeckt. Dahinter steckt mehr als Nostalgie, denn der Sommer 2026 zeigt, wie radikal Plattformen unsere Vorstellung davon verändern, wann Musik eigentlich neu, alt oder überhaupt vorbei ist.
Sonos gibt seiner technischen Plattform erstmals einen eigenen Namen und verbindet Lautsprecher, Heimkino, Kopfhörer und künstliche Intelligenz enger miteinander. Portable Surrounds, Headphone Linking und Sonos 27voice zeigen, wie groß dieser Neustart gedacht ist. Doch über allem hängt noch immer die Frage, ob Sonos aus einem der schwersten Softwarefehler seiner Geschichte wirklich gelernt hat.
Eine neue Klage gegen Suno rückt nicht nur mögliche unlizenzierte Trainingsdaten ins Zentrum, sondern auch die Frage, wie diese Musik überhaupt beschafft worden sein soll. Mit Bright Data steht diesmal ein Anbieter von Scraping- und Proxy-Infrastruktur mit vor Gericht. 444 registrierte Werke, mehr als 165 Millionen Dollar geltend gemachte Schadensersatzpositionen und ein ungewöhnlicher Test mit dem Song „15 Besos“ machen den Fall besonders brisant.
Reason Studios macht einen erstaunlich großen Teil seines bisherigen Ökosystems kostenlos zugänglich. Reason Free enthält 15 Instrumente, Effekte und Werkzeuge, funktioniert als Plugin in zahlreichen DAWs und bringt zusätzlich eine auf 16 Spuren begrenzte Reason-DAW mit. Interessant ist dabei nicht nur die Menge kostenloser Software. Der eigentliche Reiz steckt im modularen Rack, das Synthesizer, Effekte und Modulationen wie virtuelle Studiogeräte miteinander verbindet.
Instrument X spielt akustische Instrumente nicht einfach aus umfangreichen Sample-Bibliotheken ab. Stattdessen berechnet das System auf Grundlage realer Musikeraufnahmen, wie Streicher, Bläser und Saxophone eine vom Nutzer geschriebene Passage interpretieren könnten. Die Komposition bleibt dabei vollständig beim Musiker. Die KI übernimmt nicht das Songwriting, sondern sitzt dort, wo Ausdruck, Artikulation, Dynamik und Performance entstehen.
Tia.Herzmensch Music kommt aus dem Sauerland und steht erst seit wenigen Wochen mit ihrer Musik auf den großen Streamingplattformen. Was mit der Neugier auf einen mit Suno entstandenen Song begann, entwickelte sich zu einem eigenen musikalischen Weg, bei dem Gefühl, persönliche Geschichten und ihre eigene Stimme im Mittelpunkt stehen. Für Tia ist KI dabei Werkzeug, nicht Identität, denn ein Song ist für sie erst fertig, wenn eines darin zu hören ist: Tia.
Der Konflikt zwischen Musikindustrie und künstlicher Intelligenz erreicht eine neue Dimension. Sony Music Publishing, Warner Chappell und weitere Musikverlage verklagen Anthropic und stellen damit nicht nur die Nutzung geschützter Werke beim KI-Training infrage, sondern auch die Herkunft der dafür verwendeten Daten. Der Fall könnte weit über Claude hinaus Bedeutung für die gesamte generative KI-Branche entwickeln.
Heute Indie-Pop, morgen BoomBap, danach Chillout, House oder etwas völlig anderes. Hinter 19SEVENTY9 steht Ingo aus Velbert, dessen musikalische Geschichte bereits 1997 begann und der fast drei Jahrzehnte später mit KI neue Möglichkeiten für alte und neue Ideen entdeckt hat. Sein Prinzip klingt einfach: Das Genre darf wechseln, die eigene Handschrift soll bleiben.
Drei Namen, drei musikalische Welten und ein Mann, für den ein Song erst dann fertig ist, wenn er wirklich etwas zu erzählen hat
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Ollis Plattenküche begann als Marketing-Livestream und entwickelte sich zu einer lebendigen Community-Bühne, auf der KI-generierte Musik gehört, besprochen und geteilt wird.
Für Olli ist Authentizität der Kern seines Formats. Er verzichtet auf ein gespieltes Image und möchte im Livestream exakt die gleiche Person sein wie in seinem privaten Alltag.
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